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Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea)

Die Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) übertrifft auf ihrem jährlichen Zug alle Langstreckenrekorde. Sie brütet bis hin zum nördlichen Polarkreis, überwintert aber in der Region um den südlichen Polarkreis. Hierbei legen einige Küstenseeschwalben bis zu 96.000 Kilometer pro Jahr zurück und umrunden somit die Erde mehr als zweimal.

 

Anfang Herbst brechen die Seeschwalben auf ihren langen Zug zur Antarktis auf. Sie fliegen entlang der Küsten Europas und Afrikas und überqueren den Atlantik. Nach dem langen Heimflug treffen bei uns brütende Vögel Mitte April wieder ein.

 

Bei uns kann man die Küstenseeschwalben im Sommer vor allem an der Nord- und Ostseeküste antreffen, wo sie in großen und dichten Kolonien brüten. An der Stelle (Nordsee), wo die Aufnahmen entstanden sind, konnte man ca. 80 Küstenseeschwalben beobachten. Daneben noch etliche verschiedene Möwenarten. Alle Vögel nutzen gemeinsam eine vorgelagerte, künstlich angelegte Fläche für ihre Nester und die Aufzucht der Jungen. Es war wirklich sehr laut und geschäftig. Leider sind die Küstenseeschwalben bei uns vom Aussterben bedroht.

 

Als echte Flugkünstler sind die Küstenseeschwalben extrem schnell und wendig in der Luft unterwegs. Somit sind sie auch nicht ganz einfach zu fotografieren, da sie viele abrupte und unvorhersehbare Flugbewegungen durchführen. Sie fischen kleine Fische und Krebse gekonnt aus dem Meer. Insekten stehen ebenfalls auf ihrem Speiseplan. Interessant zu beobachten sind auch die Kämpfe um die Beute in der Luft, wenn eine Küstenseeschwalbe der andere die Beute entreißen möchte.

 

Aufgenommen wurden alle Aufnahmen mit einem Tele Zoom, damit man die Brennweite auf die anfliegende Vögel entsprechend variieren konnte.